OHRgasmus 4 HER – die Top10 der lesbischen Musikvideos 2023

Inhalt

Musik geht ins Ohr – NEIN Musik geht viel weiter!

Die Takte der Lieder von lesbischen Musikerinnen schaffen es oft bis in die Zehenspitze! Wenn lesbische Musikvideos die Stimme von queeren Sängerinnen noch mit romantischen Storys, heißen Blicken oder erotischen Szenen unterstreichen, dann …

Lesbische Musikvideos: ihre Story – deine Botschaft

Du findest nicht die richtigen Worte? Sag es mit Musik!
Frisch verliebt und schüchtern? … ein lesbisches Musikvideo mit leidenschaftlicher Stimme und erotischen Szenen, das versteht jede queere Frau – nun liegt es in ihrer Hand!
Du weißt nicht, ob deine Auserwählte auf Frauen steht? Zeig ihr ein lesbisches Musikvideo!

Die große Bedeutung von lesbischen Musikvideos

…, wenn man bei einem Song träumt und plötzlich eine erotische Hetero-Szene auf dem Bildschirm erscheint – nur ein Grund, lesbische Musikvideos und Musik so wichtig für uns sind. Musik lebt viel vom Text und diese sprechen nun mal bei kommerziellen Songs vom Traummann und wenn nicht, werden sie von einem Mann gesungen. Auch die Themen, welche uns queeren Frauen beschäftigen, sind teilweise ganz andere!

Best of lesbische Musikvideos – 4HER

Sicher ist es von Musikgeschmack, Lebenssituation und Stimmung abhängig, welches lesbische Musikvideo vom Auge direkt ins Herz geht oder dem Wort OHRgasmus gerecht wird – die folgenden 10 queeren Musikvideos sind unser Ergebnis, basierend auf möglichst neutralen Faktoren.

1 „Gefällt mir“ – Yecca

Nicht nur auf dieser Liste Platz 1 der lesbischen Musikvideos – Warum? Die Berlinerin singt in diesem Song über das Thema, mit dem sich jede queere Frau identifizieren kann und angesprochen wird – ihr Coming-out! Sie singt nicht nur darüber – sie feiert es in diesem Song regelrecht! Auch in dieser, ihrer 4. Single, ist der für die queere Sängerin mit kasachischem Hintergrund typisch, Mix aus Trap, Rap, Pop und R&B, wieder zu hören.

2 „Better Version (of me)“ – Fletcher feat. Kelsea Ballerini

Bei so viel Gefühl möchte man kaum glauben, dass die beiden queeren Ladys in ihrem Duett von einer fiktiven Liebesgeschichte singen. Die Aussage “Vielleicht mein Lieblingsvideo, das ich gemacht habe”, die Fletcher auf ihrem Instagram-Account trifft, stellt dies durchaus zusätzlich in Frage! Mit viel Leidenschaft unterstützen Ava Capri und Gavin Leatherwood den Song als Darsteller.

3 „Mama-Themen“ – Jules Paymer

Ein in der queeren Community dauer-präsentes Thema, Jules ist in diesem Song klar die Stimme der queeren Frauen: Eltern oder andere Menschen in unserem Umfeld, die nicht damit klar kommen wer wir sind – oder eben nicht sind, fordern, dass wir unsere Identität verleugnen… Wichtiges Thema – gute Story: eine interessant endende Sitzung bei ihrer Psychotherapeutin, bei der sie ihrer Wut über solche Situationen mal richtig Luft macht.

4 „Lipstick Lover“ – Janelle Monaé

Nicht zuletzt die Altersbeschränkung, welche Youtube diesem lesbischen Musikvideo verpasst hat, spricht für sich, auch der Text des Songs lässt durchaus Gänsehaut wachsen. Erotik pur – nackte Frauen, wunderschön sinnlich, mit einer stimmigen Portion Sexappeal dargestellt … Verständlich, dass die pansexuelle, nicht-binäre Sängerin nur widerwillig neben dem Meisterwerk aus Erotik eine verpixelte Version veröffentlicht hat.

5 „NUMB“ – Keeana Kee ft. Dai Burger

Selbst Regie führen, das ließ sich die queere Sängerin, welche ursprünglich aus Lettland kommt, nicht nehmen. Auch DJ Citizen Jane und die queere Sängerin Ariana Castelli spielen in dem lesbischen Musikvideo, das die Gedanken und Fantasien von Dai Burger bei dem Stichwort Frauenknast präsentiert, ihre Rollen absolut stimmig. Heute lebt die lettische Raperin, die in London aufgewachsen ist, in New York.

6 „F** You“ – Laura von Mari

Liebe und Hass liegen nah beieinander und nach Liebeskummer kommt blanke Wut! Genau dieses Gefühl verwandelte die Songwriterin nicht nur im Text perfekt in die richtigen Worte um, auch beim Singen trifft die US-Sängerin genau den richtigen Ton. “Ich werde keine Namen nennen, aber es fühlte sich gut an! “, dies und vieles andere erzählte sie Femmusic bei einem Interview zu dem alles andere als melancholischen Song.

7 „Neues Genre“ – Stille

Sicher absolut bewusst hat die queere Schweizerin diesen Song als Titelsong ihres gleichnamigen Debütalbums gewählt! Sie verkündet mit den treffenden Worten eine Botschaft, mit der sie nicht nur die LGBTQ stolz vertritt. Selbstbewusst regt die androgyne Musikerin mit Aussagen wie “Ich bin das neue Geschlecht – ich existiere seit Anbeginn der Zeit …” hoffentlich viele zum Nachdenken an!

8. „Fast bis zum Ende“ – Mina Richman

Auch in diesem Song hört man deutlich, dass die queerfeministische Sängerin im Soul-Pop Bereich absolut zu Hause ist. Ängste wie das Coming-out vor der Familie überwinden, sich frei machen von missbräuchlichen Beziehungen, … – Themen, welche die Berlinerin mit iranischen Wurzeln in diesem Song aufgreift und mit einem Sprung vom Sprungbrett gekonnt verbildlicht. Wenn ihr Ziel war, queeren Frauen Mut zu machen, hat sie dieses absolut erreicht.

9 „Meine Hexe“ – Jen Cloher

Der “Pony Club Gym”, ein queeres Fitnessstudio in Melbourn, welcher Showroom für dieses durchaus erotische Musikvideo war, ist sicher nicht das einzige Studio, in welchem die queere Frau von heute die selben Gedanken im Kopf hat, welche die queere Sängerin zusammen mit australischen Musikerinnen im Musikvideo zu diesem Song präsentiert. Die perfekte Motivation für den Hometrainer – im queeren Studio streamen – sicher interessant.

10 „Straight Girls“ – Chloe Star

Mit der Aussage dieses Songs “ich weiß nicht woran es liegt, aber ich date immer wieder Heteras” singt sich die persisch-indige US-Sängerin, wohl eher nicht ihren eigenen Kummer von der Seele. Dies liegt aber nicht an der venezianischen Popsängerin Dru Flecha, welche im Video die andere Rolle übernimmt – die vielen Fotos des Instagram-Accounts der Newcomerin zeigen klar, dass sie mit ihrer Traumfrau Samanta glücklich liiert ist.

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