Allgemeines

Auf der Arbeit werden Sie mit Ihren Kollegen über die Freizeit und Interessen sprechen. Als homosexuelle Mitarbeiterin ist es jedoch schwierig, offen über die eigene Sexualität am Arbeitsplatz zu sprechen. Jeder sollte es sich genau überlegen, welche privaten Informationen den anderen Mitarbeitern erzählt werden. Manche Mitarbeiter und Führungskräfte wissen nicht genau, wie sie mit diesen Informationen reagieren sollen. Offenheit und Ehrlichkeit sind besonders wichtig, um als lesbische Mitarbeiterin im Beruf akzeptiert zu werden. Lesbische Mitarbeiter sollten auf alle Reaktionen gefasst sein. In den vergangenen Jahren hat sich die Arbeitswelt für homosexuelle und lesbische Mitarbeiter verbessert. Gleichgeschlechtliche Paare werden immer mehr in der Gesellschaft akzeptiert. In den folgenden Abschnitten wird genauer beschrieben, worauf lesbische Mitarbeiter Berufsleben genau achten müssen.

Ratgeber für lesbische Mitarbeiter im Berufsleben

In vielen Bereichen und Unternehmen sind lesbische und schwule Mitarbeiter immer noch ein Tabu-Thema. Viele lesbische Mitarbeiter werden im Berufsalltag gemobbt oder diskriminiert. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie sich für eine Firma entscheiden, in der Toleranz großgeschrieben wird. Toleranz ist das A und O, um als lesbische Mitarbeiterin im Job keine Probleme zu haben. Mit Toleranz setzen diese Firmen ein klares Zeichen für Offenheit. Besonders in größeren Firmen treffen Sie auf eine tolerante Belegschaft. Großkonzerne und Unternehmen achten darauf, dass jeder Mitarbeiter die gleichen Chancen erhält und jeder respektvoll behandelt wird. Geschlecht oder sexuelle Orientierung spielen keine Rolle!

Tipps für lesbische Mitarbeiter

Lesbische Mitarbeiter sollten von Anfang an offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen. Die meisten Mitarbeiter sprechen das Thema bereits beim Jobinterview an. Hier reicht es, wenn Sie eine kleine Andeutung machen und über Ihre Partnerin sprechen. Sollten die Personalberater empfindlich auf Ihre Aussage reagieren, sollten Sie sich eine andere Firma suchen. In kleinen Unternehmen können Sie auf konservative Denkweisen und Strukturen treffen. Schwule oder lesbische Mitarbeiter werden es hier nicht leicht haben.

Ihre Kollegen können Sie einweihen, indem Sie über Ihre Freizeitaktivitäten sprechen und Ihre Partnerin erwähnen. Achten Sie darauf, dass Sie die Partnerschaft nicht besonders betonen, sondern ganz normal über Ihr gemeinsames Wochenende sprechen. Manche lesbischen Mitarbeiter bringen Ihre Partnerin auch direkt zur nächsten Firmenfeier mit. Sprechen Sie im Vorfeld mit einer vorgesetzten Person oder erkundigen Sie sich in einem Online-Forum, ob Sie Ihre Partnerin direkt zur Feier als Begleitperson mitnehmen.

Beim Outing sollten Sie auf alle Reaktionen gefasst sein. Manche Mitarbeiter sind im ersten Moment überfordert und zeigen nur bedingt Verständnis. In dieser Phase sollten Sie unangemessene Kommentare oder Bemerkungen nicht persönlich nehmen. Die Kommentare sind meistens ein Zeichen für verunsicherte Kollegen. Wenn die Kommentare jedoch beleidigend sind, sollten Sie sich sofort an den Betriebsrat oder eine vorgesetzte Person wenden. In großen Unternehmen gibt es auch firmeninterne Plattformen für homosexuelle Mitarbeiter. Hier können Sie sich mit anderen Mitarbeitern austauschen und Erfahrungen teilen.

Branche entscheidend

Nicht in jeder Branche können Sie auf die gleiche Akzeptanz treffen. In manchen Unternehmen werden lesbische und schwule Mitarbeiter diskriminiert oder am Arbeitsplatz trotz Rechten gemobbt. Diskriminierungen können sein, dass Sie bei Freizeitaktivitäten der Belegschaft nicht gefragt werden oder ein anderer Mitarbeiter eine höhere Stelle erhält. Bestimmte Branchen und Berufsgruppen sind toleranter als andere. Manche Berufsgruppen und Branchen sind von Geschlechterstereotypen geprägt. In einer Kfz-Werkstatt ist es schwieriger, sich als lesbische Mitarbeiterin zu outen als im Theater. Hier treffen Sie auf eine höhere Akzeptanz.

Im Bildungsbereich sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein. Im Kindergarten werden die meisten Kollegen verständnisvoll reagieren. Allerdings können Sie auf konservative Eltern treffen, die für eine lesbische Erzieherin nur wenig Verständnis haben. Im Kindergarten kann es sinnvoll sein, sich vor bestimmten Menschen zu outen. Wenn Sie offen über Ihre sexuelle Orientierung sprechen, müssen Sie auch mit Abneigung oder Unverständnis rechnen. Sollte es im Kindergarten als Erzieherin oder als Lehrerin an Schulen zu Diskriminierungen kommen, können Sie sich an die zentrale Antidiskriminierungsstelle wenden.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

In Deutschland gilt das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Jeder Mitarbeiter muss am Arbeitsplatz gleichbehandelt werden. Diversity kann in der heutigen Zeit den Unterschied machen. Viele lesbische Mitarbeiter fühlen sich nach ihrem Outing viel freier. Mit Tratsch müssen Sie immer rechnen.

In der heutigen Zeit reagieren jedoch immer mehr Mitarbeiter mit Akzeptanz für eine homosexuelle Orientierung. In Queer-Plattformen oder Netzwerken können Sie sich jederzeit mit anderen schwulen und lesbischen Mitarbeitern aus anderen Firmen und Branchen austauschen.

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