Du hast dich vielleicht schon einmal in jemanden verliebt, der auf den ersten Blick so gar nicht deinem üblichen Beuteschema entspricht. Vielleicht ist es der schüchterne Bücherwurm, während du dich normalerweise zu extrovertierten Sportlern hingezogen fühlst. Oder es ist der kreative Künstlertyp, der dein Herz erobert, obwohl du dich normalerweise von rationalen, analytischen Köpfen angezogen fühlst. Auf der Plattform Reddit wurde genau dieses Thema heiß diskutiert und die Frage aufgeworfen, warum Männer sich in Frauen verlieben, die nicht ihrem Typ entsprechen? Doch ist da wirklich etwas dran?

Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Studie des Dating-Portale ElitePartner, für die 2666 vergebene Personen befragt wurden. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Männer anfällig dafür sind, sich „blitzzuverlieben“. So sagten von den Männern 42 Prozent, dass es Liebe auf den ersten Blick war, von den Frauen nur 37 Prozent.

Außerdem ist der erste optische Eindruck wichtig. So gab die Mehrheit der Teilnehmer:innen (71 Prozent) an, dass ihr:e Partner:in genau ihren optischen Vorstellungen und ihrem Beuteschema entsprechen würde. Von den Männern sagten das sogar 73 Prozent (im Gegensatz dazu nur 68 Prozent bei den Frauen). Demzufolge würden Männer sehr wohl in erster Linie ihren Typ Frau daten!

Im Gegensatz dazu wird bei Reddit behauptet, dass Männer nicht so sehr auf die ganze „Typsache“ fokussiert sind wie Frauen. Männer würden nicht nur Frauen daten, die ihrem Typ entsprechen. Doch wie verlieben sich Männer überhaupt?

Auf dem Online-Dating-Portal Parship verrät der amerikanische Paartherapeut und Autor John Gray, dass sich Männer grundsätzlich in vier Phasen verlieben. Demnach solle die körperliche Anziehung für einen Mann der erste Schritt auf dem Weg zum Verlieben sein und passiert eher unterbewusst. Das Ansprechen auf Äußerlichkeiten liegt quasi in seinen Genen.

Im zweiten Schritt nennt der Therapeut das Wecken von Emotionen. Hier entwickelt sich bei ihnen das erste Gefühl von Verliebtheit. Erst im dritten Schritt folgt ein ausführlicher Persönlichkeits-Check: Liegt man auf einer Wellenlänge? Haben beide ähnliche Zukunftsvorstellungen?

Sofern alles passt, baut sich im vierten Schritt der Wunsch nach einer Beziehung auf, erklärt John Gray. Begeistert er sich neben den äußerlichen Reizen auch für den Charakter und gibt er immer mehr von sich preis, dann werden die Treffen verbindlicher. Also geht es doch um den klassischen „Typ“?

Am Ende ist die Sache mit der Liebe eine komplexe und oft unvorhersehbare Angelegenheit, die sich nicht immer an vordefinierte Muster hält. Einer der Gründe, warum wir uns in jemanden verlieben, der nicht unserem üblichen Typ entspricht, liegt in der Vielfalt menschlicher Eigenschaften und Merkmale.

Wir sind alle einzigartige Individuen, mit einer breiten Palette von Eigenschaften und Vorlieben. Manchmal werden wir von jemandem angezogen, der uns etwas Neues bietet, der uns auf eine Weise herausfordert, die wir bisher nicht kannten. Das Unbekannte kann eine starke Anziehungskraft haben.

Darüber hinaus spielen auch äußere Umstände eine Rolle. Manchmal begegnen wir Menschen, die wir vielleicht auf den ersten Blick übersehen hätten, aber aufgrund bestimmter Situationen oder Ereignisse in unserem Leben plötzlich in einem neuen Licht sehen. Vielleicht öffnen uns persönliche Erfahrungen oder Veränderungen in unserem Leben die Augen für Qualitäten, die wir zuvor nicht geschätzt haben.

Es ist auch wichtig zu bedenken, dass sich unser Geschmack und unsere Vorlieben im Laufe der Zeit verändern können. Was uns heute anzieht, muss nicht unbedingt das sein, was uns vor ein paar Jahren angezogen hätte. Wir entwickeln uns ständig weiter und lernen neue Seiten an uns selbst kennen, was sich auch darauf auswirken kann, wen wir attraktiv finden.

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Manchmal passiert es einfach, dass wir uns in jemanden verlieben, der nicht dem entspricht, was wir für unseren „Typ“ halten. Und das ist völlig in Ordnung. Letztendlich geht es darum, jemanden zu finden, der uns glücklich macht und mit dem wir eine tiefe Verbindung spüren, unabhängig davon, ob er unserem üblichen Typ entspricht oder nicht.

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