Amelia Earhart war eine Pionierin in der Luftfahrt und eine bemerkenswerte Frau ihrer Zeit. Doch hinter der Fassade der furchtlosen Pilotin verbarg sich auch eine tiefe und bewegende Liebesgeschichte, die sie mit ihrem Mann George Putnam teilte.

Die beiden lernten sich 1928 kennen, als Earhart bereits damit begann, sich als Flugpionierin einen Namen zu machen. Putnam war damals ein Verleger und Geschäftsmann, der von Earharts Entschlossenheit und ihrem Charisma fasziniert war. Zwischen ihnen entwickelte sich eine Verbindung, die über berufliche und gesellschaftliche Grenzen hinausging.

Putnam unterstützte Earhart bei ihrer Karriere und wurde zu ihrem Manager und wichtigsten Fürsprecher. Doch ihre Beziehung war mehr als nur beruflich. Sie teilten eine tiefe Liebe und ein gegenseitiges Verständnis füreinander, das durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Abenteuer und Luftfahrt gestärkt wurde.

„Ängste sind Papiertiger“, sagte sie damals. „Du kannst alles tun, was du willst.“ Damit wollte sie anderen Frauen Mut machen und zeigen, dass Frauen ebenso zu technischen Höchstleistungen in der Lage waren. Zudem war sie Mitglied der Nationale Frauenpartei und unterstützte das Gleichberechtigungszusatz.

Gemeinsam mit vier weiteren Pilotinnen gründete Earhart 1929 zudem die Neunzig Neunen und vertrat als deren Vorsitzende die Interessen von 99 der 117 weiblichen Pilotinnen, die damals in den USA einen Flugschein besaßen. Der Klub der Neunzig Neunen ist heute die weltweit größte Pilotinnenvereinigung. Und Putnam?

Ihr Mann Putnam war nicht nur stolz auf ihre Leistung, sondern auch erleichtert über ihre sichere Rückkehr nach der Atlantiküberquerung. Diese Expedition festigte nicht nur Earharts Ruf als Flugpionierin, sondern auch ihre Bindung zu Putnam, der sie weiterhin unterstützte und ermutigte.

Und das, obwohl Amelia sich keineswegs sicher mit der Ehe war. Ihre Befürchtung: „Das dieser „Käfig“ sie in ihrer Fliegerei einschränken könnte. „Wie soll man wahrhaftig fliegen, wenn man an etwas auf Erden gebunden ist?“. Ganze fünf Heiratsanträge von Putnam lehnte sie ab, bis sie sich schließlich doch auf ihn einließ. Und das, nur unter einer Bedingung:

Vor der Trauung schickte sie ihrem Verlobten einen Ehevertrag, in dem sie eine gleichgestellte Partnerschaft einforderte, in der keiner „an irgendwelche mittelalterlichen Treueschwüre“ gebunden sei. „Nur Widerwillig“ ließ sie sich auf die Ehe ein und widmete sich dann wieder dem Fliegen.

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Trotz ihrer oft getrennten Wege aufgrund von Earharts reiseintensivem Lebensstil blieb ihre Liebe stark. Putnam stand immer hinter ihr, auch als sie 1937 bei dem Versuch, die Erde zu umfliegen, tragischerweise verschwand. Sein unermüdlicher Einsatz, sie zu finden, zeugte von der tiefen Verbundenheit, die sie teilten.

Amelia selbst hatte für den Fall, dass ihr etwas passieren sollte, ihrem Mann in weiser Voraussicht 1937 einen Brief hinterlassen: „Sei gewiss, ich bin mir der Gefahren durchaus bewusst. Ich will es tun, weil ich es tun will. Genau wie Männer sollten auch Frauen versuchen, das Unmögliche zu erreichen. Und wenn sie versagen, sollte ihr Versagen eine Herausforderung für alle anderen sein.“

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Die Liebesgeschichte von Amelia Earhart und George Putnam ist ein Zeugnis für die Kraft der gegenseitigen Unterstützung und des Vertrauens. Sie war nicht nur eine Partnerschaft, sondern auch eine Quelle der Inspiration und der Stärke für beide. Selbst nach ihrem Verschwinden lebt ihre Geschichte weiter und erinnert uns daran, dass wahre Liebe und Hingabe allen Widrigkeiten trotzen können.

In einer Zeit, in der Frauen in der Luftfahrt noch stark unterrepräsentiert waren, war ihre Beziehung auch ein Symbol für Gleichberechtigung und gemeinsame Ziele. Amelia Earhart und George Putnam werden für immer in Erinnerung bleiben, nicht nur für ihre individuellen Errungenschaften, sondern auch für ihre unwiderrufliche Liebe zueinander.

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